Hilfsnavigation

 
Grenzegang

16.01.2015

In Wetter gibt es Schätze zu heben

Bürger öffnen ihre privaten Grenzegangsarchive

Die Festschrift zum Grenzegang nimmt weiter Gestalt an. Neben den Artikeln zum 1000-jährigen Stift St. Marien zum Himmelreich, die wir an dieser Stelle schon vorgestellt haben, wird sich ein weiterer Schwerpunkt mit der Geschichte des Grenzegangs selbst beschäftigen. Schließlich werden wir in diesem Jahr den 10. Grenzegang in Frieden feiern.

Unserem Aufruf, nach Fotos von den vergangenen Grenzegängen zu suchen, sind viele Bürgerinnen und Bürger nachgekommen. Ganz herzlichen Dank dafür! Was wir aber überhaupt nicht erwartet haben, war das Auffinden eines wahren Schatzes, der sich in unseren Mauern verbirgt: Neben dem Stadtarchiv auf dem Klosterberg gibt es – bislang noch nicht entdeckt – ein weiteres, privates Archiv, das die letzten Grenzegänge in Bildern und Zeitungsauschnitten nahezu lückenlos dokumentiert. Ein wahrer Glücksfall!

So wissen wir jetzt, dass beim Grenzeganges 1959 ein Empfang im sog. „Feierraum“ der neuen Schule stattgefunden hat, bei dem alle auswärtigen Gäste begrüßt worden sind. Neben Landrad Eckel waren auch der Bundestagsabgeordnete Gerd Jahn und Herr Röntgen, der Bürgermeister von Wetter / Ruhr zugegen. Bei diesem Empfang ergriff auch Dr. Kalden das Wort und hielt eine Rede, die die Anstrengungen des Wiederaufbaus nach 1945 würdigten. Die OP vom 28. Juni 1959 kommentiert Kaldens Rede mit den Worten: „ Der Appell Dr. Kaldens an Regierung und Aufsichtsbehörde zur tatkräftigen Mithilfe am Aufbau Wetters aus den naturgegebenen Möglichkeiten heraus wurde von Landrat Erkel auch positiv mit dem Gelöbnis beantwortet, zu diesem Gemeinwesen zu stehen, damit alle Schwierigkeiten gemeistert werden und die Söhne und Töchter der Stadt auch in den Gemarkungsgrenzen ihr Brot verdienen könnten.“ Ein solches „Gelöbnis“ könnte die Stadt Wetter sicherlich auch heute gut gebrauchen.

Aber wir können jetzt auch belegen, wie beim Festzug 1952 die Honoratioren mit Schleifenband dem Festzug würdig voranschritten (s.u. links), oder beim Festspiel 1959 Trude (Elisabeth Gasz) und ihr Graf Julian (Klaus Jung) gemeinsam den Bürgermeister (August Niehoff) stützen (s.u.rechts)

     GG Feszug 1959     GG Festspiel 1959
                      Festzug 1959                                                         Festspiel 1959

Wer die neue Festschrift lesen wird, wird außerdem entdecken können, dass im Festspiel 1966 nicht das Vogelbärbchen die zentrale Rolle gespielt hat, sondern die Damen des Kanonissenstiftes!  Denn als Festspiel spielte man damals ausnahmsweise das Drama „Im Schatten des Stifts“. Viele Bilder werden Ihnen zeigen, dass man 1973 und in den folgenden Jahren an den Frühstücksplätzen genauso kräftig gefeiert hat, wie wir das in diesem Jahr auch tun wollen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den aufmerksamen Bürger/Innen, die uns freundlicher Weise Ihre gesammelten historische Schätze zur Einsicht angeboten haben. So können wir auf einmalige Dokumente zurückgreifen.

Großes Bild anzeigen
Festspiel "Wetteranus est" beim Grenzegangfest 2008
Großes Bild anzeigen
Das historische Stadttor zum Grenzegangfest

Kontakt

Carmen Bamberger »
Telefon: 06423 82-41
E-Mail oder Kontaktformular
E-Mail oder Kontaktformular

Heinrich Reh »
Telefon: 06423 82-35
E-Mail oder Kontaktformular

Michael Schwarz »
Telefon: 06423 82-25
E-Mail oder Kontaktformular