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Partnerschaft Wetter - Oostrozebeke

Aus Freundschaft wurde eine Städtepartnerschaft

Nach längerer Zeit der "Verlobung" gehen die beiden Städte Oostrozebeke und Wetter eine Verbindung "Ehe" ein, schrieben Bürgermeister Hans Kern und Stadtverordnetenvorsteher Johannes Fokken in ihrem Grußwort zur Gründung der Städtepartnerschaft am 08. August 1976. Bereits 10 Jahre waren vergangen, seit die ersten persönlichen Begegnungen zwischen Mitgliedern der Stadtkapelle Wetter e.V. und der Trachtengruppe "Die Roselaer" geknüpft worden waren.

Erstkontakt bei Fernsehaufnahmen

Zu Aufnahmen für die beliebte Hesselbach-Fernsehsendung für die Stadtkapelle Wetter am 15. April 1966 nach Schlitz. Die Folge: Das Festival sah einen Festzug mit einer Musikkapelle und einer Trachtengruppe vor. Bei den Aufnahmen zogen Wolken am Himmel auf und man wartete auf Sonnenschein. Da kamen Fritz Heldmann und Hans Reiser von der Stadtkapelle mit Etienne Vankeirsbilck vom Volkskunstensemble "Die Roselaer" ins Gespräch und man verabredete sich, bei einem Gläschen Schnaps die Unterhaltung fortzusetzen. "Dabei haben wir Drei uns in Herz geschlossen", erinnert sich der Belgier 30 Jahre später. Die Sympathie war groß, dass man beschloss, die Stadtkapelle nimmt bei dem bevorstehenden Volkskunstfestival vom 30.09. bis 02.10. in Oostrozebeke teil.

Den Wetteranern gelang es, nicht nur die Mitglieder ihres Vereins für den Plan zu gewinnen, sondern auch Bürgermeister Hans Kern reihte sich in die Besucherschar ein. Alle wurden mit großer Freundlichkeit aufgenommen. Die Stadtkapelle konnte mit ihrer Musik die Bevölkerung für sich gewinnen, insbesondere als sie bei der postume hulde aan Emmanuel Seynaeve das Lied "Ich hat einen Kameraden" vortrug. Es wurde im Saal ganz still und viele Augen wurden feucht von Tränen. Damit war die Grundlage für die spätere Verschwisterung gelegt worden. Ein Jahr später zum Stiftungs- und Trachtenfest der Stadtkapelle Wetter erfolgte der Gegenbesuch.

Nicht nur diese beiden Vereine knüpften Verbindungen; Wetteraner Vereine wie der VMGV "Orpheus", der Schützenverein, der VfB, der Gewerbeverein die Feuerwehr und der Seniorenrat pflegen Bekanntschaften und Freundschaften auch auf privater Ebene mit Vereinen aus Oostrozebeke wie dem Show-Korps, dem Musikverein Harmonie St. Cecilia und dem Gesangverein Terpsichore. In den Anfangsjahren wurden Wettkämpfe im Sinne von Spiel ohne Grenzen ausgetragen und erfreuten sich größter Beliebtheit.

Besiegelung der offiziellen Partnerschaft

Am 08. August 1976 war es dann soweit, dass die beiden Städte ihre Partnerschaft offiziell besiegeln konnten. Von den politischen Körperschaften waren es die Bürgermeister Remi Vanacker und Hans Kern, die die Verschwisterung vorantrieben. In den folgenden 20 Jahren wurden zu allen wichtigen Veranstaltungen und Festen städtische Delegationen eingeladen. Wie die Verbindung inzwischen geworden ist, drückte Bürgermeister Dieter Rincke beim Festakt zur 20-jährigen Partnerschaft so aus: "Ich habe nicht das Gefühl, hier in Oostrozebeke nur Gast zu sein, sondern ein Stück weit nach Hause zu kommen."

Bei diesem Anlass wurden auf dem Marktplatz und an den Ein- und Ausfahrten der Stadt neue Verbrüderungstafeln unter Abspielung der Nationalhymnen enthüllt. Danach zeichnete Bürgermeister Jean-Marie Bonte die Wetteraner Daniel Günther, Hermann Hahn, Wilfried Liebmann, Wilfried Mehring, Heinrich Reh und Helmut Schmidt aus; im Gegenzug überreichte Dieter Rincke dem Altbürgermeister Marcel Bonte für seine Verdienste um die Ausgestaltung der Städtepartnerschaft die Goldene Ehrennadel der Stadt Wetter. Anschließend wurden neue Verschwisterungsurkunden unterzeichnet.

Im Jahr 1997 fand in der Zeit vom 18. bis 21.07. der Gegenbesuch in Wetter statt; bei diesen Festlichkeiten wurden ebenfalls Tafeln an den Ortseingängen eingeweiht.

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