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Sozialfachkräfte: Staatliche Anerkennung

Leistungsnummer: 99019003016000

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Formloser, eigenhändig unterschriebener, mit Datum versehener Antrag hinsichtlich der Ausübung eines der oben aufgeführten Berufszugänge,
  • Vollständiger, detaillierter tabellarischer Lebenslauf
  • Identitätsnachweis,
  • Nachweis der im Ausland erworbenen Schul- und Ausbildungsabschlüsse, einschl. der Fächer- und Notenübersicht,
  • Nachweise über einschlägige Berufserfahrung (z.B. Arbeitszeugnisse, Arbeitsbücher),
  • sonstige Befähigungsnachweise (z.B. zu beruflichen Weiterbildungen oder Umschulungszeugnisse), sofern diese zur Feststellung der Gleichwertigkeit erforderlich sind,
  • Erklärung, ob bereits ein Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit bei einer anderen Behörde in Deutschland gestellt wurde. Falls eine Bewertung vorliegt, ist der erteilte Bescheid in Kopie beizufügen,
  • Bei Abschlüssen, die im Ausbildungsstaat zu einem reglementierten Beruf führen, ist eine Bescheinigung über die Berechtigung zur Berufsausübung im Heimatland vorzulegen.
  • Nachweis, eine der Berufsqualifikation entsprechende Erwerbstätigkeit ausüben zu wollen (zum Beispiel durch Beantragung eines Einreisevisums zur Erwerbstätigkeit, Kontaktaufnahme mit potenziellen Arbeitgebern, Geschäftskonzept bei selbständiger Tätigkeit.)*

*gilt nicht

für Antragstellerinnen und Antragsteller mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, einem weiteren Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz sowie für Staatsangehörige dieser Staaten,

Weitere Unterlagen die erforderlich werden können:

Spätaussiedler-Bescheinigung

Heiratsurkunde (bei Namensänderung)

Auskünfte zu Arbeitgebern

Hinweis: Fremdsprachige Unterlagen müssen in deutscher Übersetzung beigefügt werden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind von öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetschern oder Übersetzern anzufertigen. Sie müssen nicht in Deutschland öffentlich bestellt oder beeidigt sein, die Übersetzung eines im Ausland öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetschers oder Übersetzers ist ausreichend

Welche Gebühren fallen an?

Unabhängig vom Ausgang des Bewertungs- und Prüfverfahrens entstehen sowohl für die Bewertung im Ministerium als auch für die Ausgleichsmaßnahmen an den Hochschulen Gebühren nach der Verwaltungskostenordnung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Für die staatliche Anerkennung als Sozialpädagogin oder -pädagoge, Sozialarbeiterin oder –arbeiter , als Heilpädagogin oder -pädagoge sowie als Kindheitspädagogin oder Kindheitspädagoge aufgrund ausländischer Abschlüsse (§ 6 des Gesetzes über die staatliche Anerkennung von Sozialarbeiterinnen und -arbeitern, Sozialpädagoginnen und –pädagogen, Heilpädagoginnen und -pädagogen sowie Kindheitspädagoginnen und –pädagogen in Verbindung mit § 2 Abs. 1 des Hessischen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes) werden vom Ministerium Gebühren im Rahmen von 100 bis 600 ¤ erhoben.

Für die Durchführung, Begleitung und Organisation einer Ausgleichsmaßnahme im Rahmen des Verfahrens zur staatlichen Anerkennung als Sozialpädagogin oder -pädagoge, Sozialarbeiterin oder -arbeiter ,als Heilpädagogin oder -pädagoge sowie als Kindheitspädagogin oder Kindheitspädagoge aufgrund ausländischer Abschlüsse (§ 6 des Gesetzes über die staatliche Anerkennung als Sozialpädagogin oder -pädagoge, Sozialarbeiterin oder –arbeiter, als Heilpädagogin oder -pädagoge sowie als Kindheitspädagoginnen und –pädagogen in Verbindung mit § 2 Abs. 2 und § 11 des Hessischen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes) werden von den Hochschule Gebühren im Rahmen von 100 bis 600 ¤ erhoben.

Bei Ablehnungen entstehen Kosten in Höhe von 75% der genannten Gebührensätze (75 bis 450 ¤) nach § 4 Abs. 2 Hessisches Verwaltungskostengesetz.

Rechtsbehelf

Gegen den Bescheid kann innerhalb eines Monats nach seiner Zustellung Klage bei dem zuständigen Verwaltungsgericht erhoben werden.

Bemerkungen

Weitere Informationen finden Sie im Internetauftritt des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst unter "Reglementierte Berufe"

Anträge / Formulare

Fachlich freigegeben am

22.03.2016

Verfahrensablauf

Die Antragstellung erfolgt mit einen formlosen Antrag und der Vorlage der für die Prüfung erforderlichen Unterlagen. Der Antrag wird im Hinblick auf die staatliche Anerkennung für den Bereich der Sozialen Arbeit, den Bereich der Heilpädagogik bzw. den Bereich der Kindheitspädagogik bewertet. Sofern wesentliche Unterschiede zwischen der nachgewiesenen Berufsqualifikation und der entsprechenden landesrechtlich geregelten Berufsbildung festgestellt werden, sind diese durch Ausgleichsmaßnahmen auszugleichen. Nach erfolgreicher Absolvierung der Ausgleichsmaßnahme kann die staatliche Anerkennung verliehen werden.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss einer Hochschulausbildung im Herkunftsland, der dort zum Einsatz als Sozialarbeiter/in, Heilpädagoge/in bzw. Kindheitspädagoge/in berechtigt.

Bearbeitungsdauer

Nach Eingang des Antrages und den Unterlagen wird innerhalb eines Monats der Eingang des Antrages bestätigt und gegebenenfalls noch fehlende Unterlagen nachgefordert. Erst wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen, ist das Verfahren innerhalb von 3 Monaten abzuschließen.

Die Frist kann im Einzelfall angemessen verlängert werden, wenn dies wegen der Besonderheiten der Angelegenheit gerechtfertigt ist; z.B. wenn Unterlagen nachgefordert werden oder ein Gutachten der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) eingeholt werden muss.

Fachlich freigegeben durch

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst